Carsten Hütten ehemals Clorenhof in 50129 Bergheim-Oberaussem info@carsten-huetten.de
Carsten Hüttenehemals Clorenhof  in 50129 Bergheim-Oberaussem                     info@carsten-huetten.de

Sanierungsarbeiten 2009 - 2011

 

 

 

Verkauf des Clorenhofes und Kauf des Cornelihofes 2019

neues Sanierungsprojekt unter www.cornelihof.de

Nach der Sanierung

Hallo und guten Tag aus Bergheim-Oberaußem.

 

Mein Name ist Carsten Hütten.

Auf dieser Seite möchte ich Ihnen ein Sanierungsprojekt vorstellen, welches ich in den Jahren 2009 - 2011 zusammen mit meiner Architektin, Frau Maria Tillessen aus Köln, durchgeführt habe.

Schon als Kind bedauerte ich jeden Abriss eines historischen Gebäudes. Ich musste  miterleben, wie sich meine Heimat nicht immer zum Guten verändet hat. Prägende Hofanlagen im Zentrum des Ortes verschwanden, der dörfliche Charakter meiner Heimat ging immer mehr verloren.

So entschloss ich mich bereits im Kindesalter, etwas in meinem Leben gegen diese Entwicklung zu tun und mindestens ein historisches Gebäude vor dem Abriss zu bewahren. Ich bin meinem Vorsatz treu geblieben und stelle Ihnen auf dieser Seite mein Projekt vor.

........Carsten Hütten
........Zustand Strassenfront 2015

Bis zur Mitte des 19.Jahrhunderts ist der ursprüngliche Gutshof "Clarenhof" im Ortskern von Oberaußem bezeugt.

Diese Hofanlage ist um 1850 aus heute nicht mehr bekannten Gründen untergegangen.

In den Chroniken des Ortes finden sich zur Aufgabe des ehemals wasserumwehrten Gutshofes keine Quellen. Auch in der "Dürbaumchronik" von 1915 ist der Grund des Abrisses nicht erwähnt.

Eine Katographierung des Gebäudeengsembles, welches zwischen den Strassen "Am Berg", "Fortunastr.", "Bergheimer Str." und dem "Clarenweg", welcher nach diesem Hof benannt ist, fand duch die französische Besatzungsmacht um 1800 statt. Auf dieser Tuschezeichnung findet sich der heutige "Clorenhof" als einfaches Gesindehaus ohne Scheunenanbau zum Clarenhof gehörig wieder.

Nach dem Untergang des großen Vierkantanwesens wurde der "Clorenhof" durch einen Scheunenanbau erweitert und als Nebenerwerbshof von nunan weiter genutzt.

Auf einem Stein, in dem Scheunenanbau, findet sich noch heute die Jahreszahl 1883 wieder. Das Eichenfachwerk des Anbaus läßt vermuten, dass hier Baumaterial des alten Vierkanthofes wieder verwendet wurde, da einige dieser Eichenbalken Brandspuren aufweisen und durch ihre Zapfungen eine ursprünglich andere Verwendung aufzeigen. Ist der ehemalige Gutshof eventuell abgebrannt?

Das Wohnhaus ist nicht unterkellert, der Scheunenanbau weist ein Kappgewölbe in massiver Feldbrandsteinmauerung auf.

Das Wohnhaus ist aus Feldbrandstein gemauert, lediglich die Innenwände wurden in Gefachbauweise errichtet.

Bei der Sanierung des Hauses 2009 - 2011 wurde sehr großer Wert auf die ursprüngliche Bausubstanz gelegt.

Das Gebäude sollte als eines der letzten authentisch wirkenden seiner Zeit im Ortskern erhalten bleiben.

So wurden die historischen handgebrannten Hohlziegeln wieder im Verbund mit Strohdocken gelegt, so wie es zur Erbauungszeit des kleinen Hofes üblich war. Die erhaltenen Ziegel wurden sortiert und nach dem Erstellen des neuen Dachstuhles wieder verwendet. Es fand sich eine datierte Ziegel von 1882.

........Historische Dachdeckung

Der heutige Flur beherbergte früher eine bescheidene Küche. Der Treppenaufgang wurde mit historischen Drechselstäben und altem Antrittspfosten wieder hergestellt.

Im alten Wohnhaus wurden die lehmverputzen "Kölner Decken" wieder hergestellt.

Die Räume erhielten einen Lehmverputz mit Kalkauflage.

........Zustand 2015
........Zustand Hofseite 2019
........Zustand Eingangsbereich 2015
........ Blick in den Innenhof
........Hausmusik
.......Front 2019

2019 wurde der Clorenhof verkauft und der Cornelihof in Nordhessen gekauft. 

........Oberaußem 1800 mit Lage des Clorenhofes
........Strassenansicht ca. 1950
........Anna Sibilla Conrads, geb. Muntz
........Wilhelm Schmitz und Anna Schmitz, geb. Rüttgers mit Cornelius und Eva

Vor der Sanierung

........Zwei Jahre harte Arbeit, die sich lohnten.

 

Der Zufall wollte es, dass ich im Kindesalter im Clorenhof ein und aus ging.

Dieser kleine Hof wurde als Nebenerwerbshof geführt, es gab nur wenige kleine Landparzellen, die zum Hof gehörten.

Es gab einen Ziegen- und Schweinestall und etwas Geflügel wurde gehalten.

In einer bescheidenen Scheune wurde das Stroh, Heu und das Getreide für den Winter aufgehoben. Ernärt wurde sich aus dem eigenen Garten.

Zum Hof gehörten einige Morgen Land, die in Handarbeit von der ganzen Familie bewirtschaftet wurden.

Zusätzlich wurde etwas Geld in den Braunkohlengruben "Fortuna" und "Urwelt" in der Umgebung verdient, in denen "Mann" sich als Tagelöhner anbot.

Es war das Los der armen Landbevölkerung zur Kaiserszeit, welches hier gelebt wurde.

In den Erzählungen aus dieser Zeit wurde mir jedoch vermittelt, dass es ein entbehrungsreiches, aber auch sehr glückliches Leben war.

Auf wenigen Quadratmetern lebten in diesem Haus noch um 1915 neun Personen!

........Zustand Strassenfront 2009

Als letzter Nachkommen des untergegangenen Gutshofs "Clarenhof" wohnte bis 1993 Frau Maria Heinen, geb. Schmitz in dem Gebäude. Sie wurde, wegen ihrer Herkunft, "Cloremarie" im Ort genannt.Sie wurde 1905 in diesem Hause geboren.

 

Ihre Mutter, Frau Anna Schmitz, wurde am 25.11.1869 in diesem Hause als Anna Rüttgers geboren. Sie heiratete Wilhelm Schmitz, welcher am 31.10.1869 in der gleichen Strasse geboren war. Aus der Ehe gingen Eva geb. am 11.11.1896, Cornelius geb. am 09.01.1899, Elisabeth geb. am 27.08.1901, Maria 22.07.1905 und Michael geb. am 21.05.1914 hervor.

Frau Anna Rüttgers war eine Tochter von Adam Rüttgers und Eva Rüttgers, geb. Conrads.

Die Eltern Eva Rüttgers, hießen Christian Conrads und Anna Sibilla Conrads, geb. Muntz.

Bemerkenswert ist, dass der Clorenhof über Generationen immer an die Tochter vererbt wurde.

........Zustand Hof 2009

Nachdem das Gebäude fast 20 Jahre leer stand, erwarb Carsten Hütten 2009 den kleinen Hof und sanierte ihn innerhalb der kommenden zwei Jahre.

Aus dem Gebäude wurden 13 Container Müll und Unrat entsorgt.

Die Scheune stand unter Einsturzgefahr und wurde zum größten Teil abgetragen und wieder neu errichtet. Ein Fachwerkgiebel und das Innengebälk blieben im Original erhalten.

........Zustand Scheunenabriss 2010
........Zustand Stube 2009

Das Gebäude fiel in 20 Jahren des Leerstandes in einen "Dornröschenschlaf". Der Zustand verschlechterte sich von Jahr zu Jahr.

Das undichte Dach hat im Laufe der Jahre für schwere Bauschäden gesorgt.

Tragenden Fachwerkwände und einige Deckenbalken mussten ersetzt werden. Sie waren von Fäulnis befallen.

Der historische Dachstuhl konnte leider nicht mehr erhalten werden und musste gegen einen neuen ausgetauscht werden.

Das Gebäude wurde fachgerecht trockengelegt und mit einer nachträglichen Horizontalsperre versehen.

........Zustand Dachgeschoss 2009

Unter den abgehängten Decken wurden die ursprünglichen "Kölner Decken" wieder freigelegt. Diese wurden liebevoll saniert und mit einem Kalk - Lehmverputz wieder hergestellt.

........Zustand der "Kölner Decken" 2009
........Zustand Flur 2009

Nachdem die Stallungen entfernt und die Scheune entkernt war, wurde diese zum Wohnzwecke ausgebaut. Hier findet sich heute der Hauptwohnraum des Hauses. Eine Empore sorgt für weiteren Wohnraum und beherbert heute die Büroräume des Hauses.

........Zustand Scheune 2009
........Zustand Scheune 2009
........Zustand Eingangsbereich 2010

Historische Aufnahmen

........Hofansicht ca. 1920
........Strassenansicht ca.1950
......."Cloremarie" 1990

.

Tiere auf dem Clorenhof

Es wurden bis 2019 1,6 Hektar Weideland bewirtschaftet.

Auf dieser Fläche wurden Milchziegen und Hühner gehalten.

Das Heu für den Winter wurde selbst produziert.

Durch eine Obstbaumpflanzung 2013 wurde in einem Teilbereich eine Streuobstwiese geschaffen. Heute sind diese Flächen verpachtet. 

........Arbeit auf der Ziegenweide
........Maddox der Mischlingsrüde
........die bunte Hühnerschar auf dem Hof
........der Wachhund auf dem Hof
........Auf 1,6 Hektar Weideland wurden Milchziegen gehalten.
........Nachwuchs 2014
........Nachwuchs 2015
Druckversion | Sitemap
© Carsten Hütten